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Häufige Fragen zur Transportversicherung

Kurze, geprüfte Antworten zu Frachtführerhaftpflicht, CMR, Sonderziehungsrechten, Umzugshaftung und LKW-Versicherung.

Frachtführerhaftpflicht

Ist die Frachtführerhaftpflicht eine Pflichtversicherung?

Ja – für den gewerblichen Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht (einschließlich Anhänger) schreibt § 7a GüKG eine Güterschaden-Haftpflichtversicherung vor. Die Mindestversicherungssumme beträgt 600.000 EUR je Schadenereignis.

Die Versicherungsbestätigung muss während der Fahrt im Fahrzeug mitgeführt und bei Kontrollen vorgezeigt werden. Wer ohne Versicherung fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert die Erlaubnis nach § 3 GüKG. Für Transporter bis 3,5 t besteht keine gesetzliche Pflicht – Auftraggeber verlangen die Versicherung aber fast immer vertraglich. Mehr: Frachtführerhaftpflicht.

Was kostet eine Frachtführerhaftpflicht?

Bei ASTRAL kostet die Frachtführerhaftpflicht für Stück- und Sammelgut mit 40 SZR und 300 EUR Selbstbeteiligung je Fahrzeug und Jahr (netto, zzgl. 19 % Versicherungsteuer):

FahrzeugDeutschlandEuropa inkl. CMR
bis 3,5 t Nutzlast210,00 EUR240,00 EUR
bis 15 t Nutzlast390,00 EUR435,00 EUR
über 15 t Nutzlast450,00 EUR540,00 EUR

Für Kühlgut sowie Tank- und Silotransporte mit Fahrzeugen über 15 t Nutzlast: 700,00 EUR in Deutschland, 800,00 EUR europaweit inkl. CMR.

Der Preis hängt vor allem ab von Transportgut, Fahrzeuggröße und Anzahl, Fahrtgebiet (Deutschland oder Europa), Haftungshöhe (8,33 oder 40 SZR), Güterart, Selbstbeteiligung und Schadenverlauf. Für größere LKW und Flotten kalkulieren wir individuell – oft nach Fahrzeuganzahl oder Frachtumsatz. Einen ersten Richtpreis zeigt Ihnen unser Rechner.

Was sind Sonderziehungsrechte (SZR)?

Sonderziehungsrechte (SZR, englisch SDR) sind eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds, die aus einem Korb großer Währungen (US-Dollar, Euro, Yuan, Yen, Pfund) berechnet wird. Ein SZR entspricht derzeit rund 1,20 EUR; der Kurs ändert sich täglich.

Im Transportrecht wird die Haftung des Frachtführers in SZR je Kilogramm Rohgewicht angegeben: 8,33 SZR je kg nach § 431 HGB und Art. 23 CMR – das sind rund 10 EUR/kg. Viele Auftraggeber verlangen 40 SZR je kg (rund 48 EUR/kg). Maßgeblich ist der Kurs am Tag der Übernahme des Gutes bzw. am vereinbarten Tag.

Was ist der Haftungskorridor von 2 bis 40 SZR?

Der Haftungskorridor nach § 449 Abs. 2 HGB erlaubt es, die gesetzliche Frachtführerhaftung von 8,33 SZR je kg durch vorformulierte Vertragsbedingungen (AGB) auf einen Betrag zwischen 2 und 40 SZR je kg zu verändern. Außerhalb dieses Korridors ist eine Abweichung nur durch eine im Einzelnen ausgehandelte Vereinbarung möglich.

In der Praxis nutzen große Verlader und Speditionen den Korridor, um die Haftung ihrer Frachtführer auf 40 SZR anzuheben. Prüfen Sie deshalb vor Unterschrift, welche Haftung Sie übernehmen – und ob Ihre Versicherung sie abdeckt. Die ASTRAL-Spezialdeckung enthält 40 SZR bereits.

Wie schnell bekomme ich eine Deckungsbestätigung für meinen Auftraggeber?

Sobald der Vertrag angenommen ist, stellt der Versicherer die Versicherungs- bzw. Deckungsbestätigung aus; wir senden sie Ihnen als PDF, damit Sie sie an Ihren Auftraggeber weitergeben können.

Wie schnell das geht, hängt vom Versicherer und von der Vollständigkeit Ihrer Angaben ab. Halten Sie bereit: Fahrzeugdaten, Art der Güter, Geltungsbereich, geforderte Haftung (z. B. 40 SZR) und – falls vorhanden – die Versicherungsanforderungen Ihres Auftraggebers.

Zahlt die Versicherung auch bei schlechter Ladungssicherung?

Grundsätzlich ja, wenn der Frachtführer für den Schaden haftet – mangelhafte Ladungssicherung ist sogar eine der häufigsten Schadenursachen. Problematisch wird es bei grober Fahrlässigkeit oder Leichtfertigkeit.

Handelt der Fahrer leichtfertig und im Bewusstsein, dass ein Schaden wahrscheinlich eintritt, entfallen nach § 435 HGB die Haftungsgrenzen, und Sie haften unbegrenzt. Manche Policen kürzen oder begrenzen in diesen Fällen die Leistung. Achten Sie deshalb auf eine Deckung für qualifiziertes Verschulden und schulen Sie Ihre Fahrer in Ladungssicherung.

Welche Fristen gelten, wenn ein Transportschaden gemeldet wird?

Äußerlich erkennbare Schäden muss der Empfänger bei der Ablieferung reklamieren, nicht erkennbare (verdeckte) Schäden innerhalb von 7 Tagen – nach HGB (§ 438) ebenso wie nach CMR (Art. 30). Bei Umzügen gelten 14 Tage für verdeckte Schäden.

Für die Überschreitung der Lieferfrist gilt eine Anzeigefrist von 21 Tagen. Ansprüche verjähren in der Regel nach einem Jahr, bei Vorsatz oder qualifiziertem Verschulden nach drei Jahren. Melden Sie jeden Schaden sofort Ihrem Versicherer bzw. uns – späte Meldungen gefährden den Versicherungsschutz.

Was kostet eine CMR-Versicherung?

Bei ASTRAL kostet die CMR-Versicherung für Stück- und Sammelgut ab 240,00 EUR netto im Jahr (Fahrzeug bis 3,5 t Nutzlast), 435,00 EUR bis 15 t und 540,00 EUR über 15 t Nutzlast – und zwar zusammen mit der Frachtführerhaftpflicht für Deutschland mit 40 SZR und 300 EUR Selbstbeteiligung.

Sie brauchen also keine zwei Verträge: Innerdeutsche Transporte nach HGB und grenzüberschreitende Transporte nach CMR sind in einer Police versichert. Für größere LKW, mehrere Fahrzeuge oder besondere Güter erstellen wir ein individuelles Angebot. Mehr: CMR-Versicherung.

Ist die Ladung in der LKW-Versicherung mitversichert?

Nein. Die Kfz-Versicherung (Haftpflicht und Kasko) versichert Schäden, die mit dem Fahrzeug verursacht werden, und Schäden am eigenen Fahrzeug – nicht die transportierte Ware.

Für fremde Ladung brauchen Sie eine Frachtführerhaftpflicht, für eigene Ware eine Werkverkehrsversicherung. Beide werden häufig verwechselt – im Schadenfall ist das teuer.

CMR & Europa

Was sind Sonderziehungsrechte (SZR)?

Sonderziehungsrechte (SZR, englisch SDR) sind eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds, die aus einem Korb großer Währungen (US-Dollar, Euro, Yuan, Yen, Pfund) berechnet wird. Ein SZR entspricht derzeit rund 1,20 EUR; der Kurs ändert sich täglich.

Im Transportrecht wird die Haftung des Frachtführers in SZR je Kilogramm Rohgewicht angegeben: 8,33 SZR je kg nach § 431 HGB und Art. 23 CMR – das sind rund 10 EUR/kg. Viele Auftraggeber verlangen 40 SZR je kg (rund 48 EUR/kg). Maßgeblich ist der Kurs am Tag der Übernahme des Gutes bzw. am vereinbarten Tag.

Welche Fristen gelten, wenn ein Transportschaden gemeldet wird?

Äußerlich erkennbare Schäden muss der Empfänger bei der Ablieferung reklamieren, nicht erkennbare (verdeckte) Schäden innerhalb von 7 Tagen – nach HGB (§ 438) ebenso wie nach CMR (Art. 30). Bei Umzügen gelten 14 Tage für verdeckte Schäden.

Für die Überschreitung der Lieferfrist gilt eine Anzeigefrist von 21 Tagen. Ansprüche verjähren in der Regel nach einem Jahr, bei Vorsatz oder qualifiziertem Verschulden nach drei Jahren. Melden Sie jeden Schaden sofort Ihrem Versicherer bzw. uns – späte Meldungen gefährden den Versicherungsschutz.

Was kostet eine CMR-Versicherung?

Bei ASTRAL kostet die CMR-Versicherung für Stück- und Sammelgut ab 240,00 EUR netto im Jahr (Fahrzeug bis 3,5 t Nutzlast), 435,00 EUR bis 15 t und 540,00 EUR über 15 t Nutzlast – und zwar zusammen mit der Frachtführerhaftpflicht für Deutschland mit 40 SZR und 300 EUR Selbstbeteiligung.

Sie brauchen also keine zwei Verträge: Innerdeutsche Transporte nach HGB und grenzüberschreitende Transporte nach CMR sind in einer Police versichert. Für größere LKW, mehrere Fahrzeuge oder besondere Güter erstellen wir ein individuelles Angebot. Mehr: CMR-Versicherung.

Wann gilt die CMR?

Die CMR gilt für jeden entgeltlichen Straßengütertransport, bei dem Übernahme- und Ablieferungsort in zwei verschiedenen Staaten liegen und mindestens einer davon Vertragsstaat der CMR ist.

Sie gilt zwingend – ihre Haftungsregeln können nicht vertraglich zum Nachteil des Absenders geändert werden. Innerdeutsche Transporte fallen dagegen unter das HGB. Eine CMR-Versicherung sollte deshalb immer auch innerdeutsche Transporte einschließen.

Wie hoch haftet der Frachtführer nach CMR?

Nach Art. 23 CMR haftet der Frachtführer bei Verlust oder Beschädigung mit höchstens 8,33 Sonderziehungsrechten je Kilogramm Rohgewicht – rund 10 EUR/kg. Bei Lieferfristüberschreitung ist die Haftung auf die Höhe der Fracht begrenzt.

Zusätzlich sind Fracht, Zölle und sonstige Kosten des Transports zu erstatten. Die Begrenzung entfällt bei Vorsatz oder einem gleichstehenden Verschulden (Art. 29 CMR). Eine höhere Haftung kann durch Angabe eines Wertes im Frachtbrief (Art. 24) oder eines besonderen Lieferinteresses (Art. 26) vereinbart werden.

Sind Kabotagefahrten in der CMR-Versicherung versichert?

Kabotagefahrten – also Inlandstransporte in einem anderen EU-Staat – unterliegen dem nationalen Recht dieses Staates und sind nicht automatisch Teil jeder CMR-Police. In der ASTRAL-CMR-Deckung können sie auf Wunsch eingeschlossen werden.

Rechtlich erlaubt sind nach einer internationalen Lieferung maximal 3 Inlandstransporte in 7 Tagen; danach gilt eine Kabotagesperre von 4 Tagen für dasselbe Fahrzeug im selben Land. Nennen Sie uns die Länder, in denen Sie Kabotage fahren – die Haftungsregeln unterscheiden sich von Land zu Land.

Muss ein CMR-Frachtbrief ausgestellt werden?

Die CMR sieht einen Frachtbrief in drei Ausfertigungen vor; fehlt er, bleibt der Beförderungsvertrag trotzdem gültig und die CMR anwendbar (Art. 4 CMR).

Der Frachtbrief ist aber das wichtigste Beweismittel: Er dokumentiert Übernahme, Anzahl der Packstücke, Zustand der Ware und Vorbehalte des Fahrers. Ohne ordentlichen Frachtbrief ist ein Schaden schwer abzuwehren. In vielen Ländern kann auch der elektronische Frachtbrief (e-CMR) verwendet werden.

Umzugsunternehmen

Wie hoch haftet ein Umzugsunternehmen?

Nach § 451e HGB haftet der Umzugsunternehmer für Verlust und Beschädigung des Umzugsguts mit höchstens 620 EUR je Kubikmeter Laderaum, der zur Erfüllung des Vertrags benötigt wird.

Beispiel: Für einen Umzug mit 30 m³ beträgt die Höchsthaftung 18.600 EUR. Die Haftung ist verschuldensunabhängig, solange sich das Gut in der Obhut des Umzugsunternehmens befindet. Gegenüber Verbrauchern kann sich der Unternehmer nur auf die Begrenzung berufen, wenn er über sie bei Vertragsschluss unterrichtet hat (§ 451g HGB).

Kann der Kunde eine höhere Haftung oder Versicherung verlangen?

Ja. Mit dem Kunden kann eine höhere Haftung als 620 EUR je m³ vereinbart werden. Außerdem muss der Umzugsunternehmer private Kunden darauf hinweisen, dass sie das Umzugsgut zusätzlich zum Zeit- oder Neuwert versichern können.

Die ASTRAL-Umzugsdeckung enthält die Möglichkeit, Ihren Kunden eine solche Transportversicherung anzubieten. Das schafft Vertrauen und schützt Sie bei wertvollem Umzugsgut vor Streit über die Haftungsgrenze.

Welche Fristen gelten für die Schadenmeldung beim Umzug?

Äußerlich erkennbare Schäden an unverpacktem Umzugsgut müssen spätestens am Tag nach der Ablieferung angezeigt werden, verdeckte Schäden innerhalb von 14 Tagen (§ 451f HGB).

Die Anzeige sollte schriftlich erfolgen und den Schaden hinreichend deutlich kennzeichnen. Werden die Fristen versäumt, erlöschen die Ansprüche – es sei denn, der Umzugsunternehmer hat den Kunden nicht auf die Fristen hingewiesen. Ein Hinweis in Ihrem Umzugsvertrag schützt Sie deshalb doppelt.

Wer zahlt Schäden am Treppenhaus beim Umzug?

Schäden an Treppenhaus, Türrahmen, Böden oder Aufzügen sind keine Schäden am Umzugsgut – dafür zahlt nicht die Verkehrshaftungs-, sondern die Betriebshaftpflichtversicherung des Umzugsunternehmens.

Fehlt sie, haftet der Betrieb aus eigener Tasche. In der ASTRAL-Umzugsdeckung ist die Betriebshaftpflicht für Personen- und Sachschäden beim Umzug bereits enthalten – ebenso Schäden beim Aufstellen von Möbeln und beim Anbringen von Lampen.

Braucht ein Umzugsunternehmen eine Pflichtversicherung?

Ja, wenn Umzüge gewerblich mit Fahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht durchgeführt werden: Dann gilt die Versicherungspflicht nach § 7a GüKG mit mindestens 600.000 EUR je Schadenereignis.

Auch mit kleineren Fahrzeugen ist eine Umzugsdeckung dringend zu empfehlen: Die gesetzliche Haftung von 620 EUR je m³ gilt unabhängig von der Fahrzeuggröße, und Schäden in der Wohnung des Kunden sind ohne Betriebshaftpflicht nicht versichert.

LKW & Sattelzug

Was kostet eine LKW-Versicherung für eine Sattelzugmaschine?

Beispiel: Eine Sattelzugmaschine im gewerblichen Güterverkehr (270 kW, ohne Gefahrgut) mit Haftpflicht, Vollkasko (1.000 EUR SB) und Teilkasko (150 EUR SB) in SF-Klasse 4 kostet bei ASTRAL 377,25 EUR brutto im Monat (inkl. 19 % Versicherungsteuer, Preisfeststellung am 19.10.2026).

Den größten Einfluss auf den Preis haben die Schadenfreiheitsklasse, die Motorleistung, die Nutzung (Güterfern-, Güternah- oder Werkverkehr), der Fahrzeugwert und die Selbstbeteiligung. Neugründer ohne Vorversicherung zahlen deutlich mehr – hier lohnt der Vergleich besonders.

Kann ich meine Schadenfreiheitsklasse vom Pkw auf den LKW übertragen?

Häufig ja: Viele Versicherer rechnen Schadenfreiheitsrabatte aus Pkw-, Transporter- oder LKW-Verträgen an, einige auch aus Motorradverträgen – teils vollständig, teils mit Abschlag.

Die Regeln unterscheiden sich stark zwischen den Versicherern. Wir prüfen für Sie, wo Ihr Rabatt am besten angerechnet wird. Bei Gründern ist auch eine Sondereinstufung möglich, etwa über einen Zweitwagen- oder Fahrer-Rabatt.

Ist die Ladung in der LKW-Versicherung mitversichert?

Nein. Die Kfz-Versicherung (Haftpflicht und Kasko) versichert Schäden, die mit dem Fahrzeug verursacht werden, und Schäden am eigenen Fahrzeug – nicht die transportierte Ware.

Für fremde Ladung brauchen Sie eine Frachtführerhaftpflicht, für eigene Ware eine Werkverkehrsversicherung. Beide werden häufig verwechselt – im Schadenfall ist das teuer.

Kann ich Vollkasko und Haftpflicht bei verschiedenen Versicherern abschließen?

Ja, bei vielen Versicherern ist die Vollkasko getrennt von der Kfz-Haftpflicht möglich. Das kann sich lohnen, wenn ein Anbieter in der Haftpflicht und ein anderer in der Kasko günstiger ist.

Allerdings bedeutet das zwei Verträge und im Schadenfall zwei Ansprechpartner. Wir rechnen beide Varianten für Sie durch und empfehlen die, die unterm Strich besser ist.

Flotte & Fuhrpark

Ab wie vielen Fahrzeugen gibt es einen Flottenvertrag?

Bei ASTRAL sind Flottenverträge ab 3 ziehenden Fahrzeugen möglich. Einige Versicherer bieten Flottentarife erst ab 5 oder 10 Fahrzeugen an.

Im Flottenvertrag wird nicht mehr jedes Fahrzeug nach seiner Schadenfreiheitsklasse eingestuft; stattdessen gilt eine Stückprämie, die sich am Schadenverlauf der ganzen Flotte orientiert. Ob das für Sie günstiger ist als Einzelverträge, rechnen wir kostenlos aus.

Was passiert bei einer hohen Schadenquote in der Flotte?

Übersteigen die Schadenzahlungen einen bestimmten Anteil der Prämie, verlangt der Flottenversicherer zur Hauptfälligkeit meist eine Beitragserhöhung, höhere Selbstbeteiligungen – oder er kündigt den Vertrag.

Als Makler analysieren wir den Schadenverlauf, verhandeln mit dem Versicherer und suchen bei Bedarf eine Anschlusslösung. Hilfreich sind Maßnahmen zur Schadenverhütung wie Fahrertrainings, Telematik oder höhere Selbstbeteiligungen.

Sind neue Fahrzeuge in der Flotte automatisch versichert?

In den meisten Flottenverträgen ja: Neu zugelassene Fahrzeuge sind ab Zulassung automatisch zu den vereinbarten Bedingungen mitversichert und müssen nur nachgemeldet werden.

Das ist einer der großen Vorteile gegenüber Einzelverträgen, bei denen jedes neue Fahrzeug einzeln beantragt und eingestuft wird. Die Abrechnung erfolgt meist zeitanteilig über eine Nachmeldung oder eine jährliche Bestandsabrechnung.

Kurier & Paket

Wie schnell bekomme ich eine Deckungsbestätigung für meinen Auftraggeber?

Sobald der Vertrag angenommen ist, stellt der Versicherer die Versicherungs- bzw. Deckungsbestätigung aus; wir senden sie Ihnen als PDF, damit Sie sie an Ihren Auftraggeber weitergeben können.

Wie schnell das geht, hängt vom Versicherer und von der Vollständigkeit Ihrer Angaben ab. Halten Sie bereit: Fahrzeugdaten, Art der Güter, Geltungsbereich, geforderte Haftung (z. B. 40 SZR) und – falls vorhanden – die Versicherungsanforderungen Ihres Auftraggebers.

Warum brauchen Paketfahrer eine Deckung bis 2.500 EUR je Packstück?

Weil die gesetzliche Haftung nach Gewicht berechnet wird: 8,33 SZR je kg ergeben bei einem 1-kg-Paket nur rund 10 EUR – Auftraggeber ziehen aber oft den vollen Warenwert vom Frachtlohn ab.

Eine KEP-Deckung zahlt gewichtsunabhängig bis zu einem festen Betrag je Packstück, bei ASTRAL bis 2.500 EUR. Damit sind auch Smartphones, Laptops oder Medikamente abgesichert, die leicht, aber teuer sind.

Brauche ich als Kurierfahrer mit Transporter bis 3,5 t eine Versicherung?

Gesetzlich vorgeschrieben ist sie für Fahrzeuge bis 3,5 t nicht – das GüKG gilt erst darüber. Praktisch verlangt aber jeder große Auftraggeber (DHL, Hermes, DPD, GLS, Amazon) den Nachweis einer Transporthaftpflicht im Rahmenvertrag.

Ohne Versicherung haften Sie für jeden verlorenen oder beschädigten Paketinhalt persönlich. Eine KEP-Versicherung kostet bei ASTRAL ab 264,00 EUR netto im Jahr – deutschlandweit und ohne Selbstbeteiligung.

Ist ein falsch abgestelltes oder gestohlenes Paket versichert?

In der ASTRAL-KEP-Deckung ja: Versichert sind auch Pakete, die an einem Ablageort abgestellt, an Nachbarn oder Unberechtigte übergeben wurden und danach verschwunden sind – sofern der Auftraggeber Sie dafür in Anspruch nimmt.

Wichtig ist eine saubere Dokumentation: Scan, Foto des Ablageorts und Uhrzeit. Wer die Abstellgenehmigung des Empfängers nachweisen kann, kann Forderungen häufig ganz abwehren.

Spedition & Lager

Was ist der Unterschied zwischen Frachtführer und Spediteur?

Der Frachtführer führt den Transport selbst durch (§ 407 HGB), der Spediteur organisiert ihn und beauftragt dafür Frachtführer (§ 453 HGB). Beide haften gegenüber ihrem Auftraggeber, aber auf unterschiedlicher Grundlage.

Übernimmt ein Spediteur den Transport zu einem festen Preis (Fixkostenspedition) oder fährt er selbst, haftet er wie ein Frachtführer. Viele Unternehmen sind beides – deshalb deckt eine Speditionshaftpflicht meist sowohl Speditions- als auch Frachtverträge ab.

Wie hoch haftet ein Spediteur nach ADSp 2017?

Nach den ADSp 2017 haftet der Spediteur für Güterschäden grundsätzlich mit 8,33 SZR je kg, bei Seebeförderungen mit 2 SZR je kg. Zusätzlich gelten Höchstbeträge je Schadenfall und je Schadenereignis.

Die Haftungsbegrenzungen gelten nur, wenn die ADSp wirksam vereinbart sind, und sie entfallen bei qualifiziertem Verschulden. Die ADSp verpflichten den Spediteur, eine Haftungsversicherung zu marktüblichen Bedingungen zu unterhalten. Wir prüfen, ob Ihre Speditionshaftpflicht zu Ihren Verträgen passt.

Haftet ein Lagerhalter unbegrenzt?

Nach § 475 HGB haftet der Lagerhalter für Verlust und Beschädigung des eingelagerten Gutes, wenn er nicht beweisen kann, dass der Schaden trotz der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns nicht abwendbar war – eine gesetzliche Höchstgrenze gibt es nicht.

Deshalb vereinbaren Lagerhalter in der Regel Haftungsbegrenzungen, etwa über die ADSp. Eine Lagerhalterhaftpflicht sichert die verbleibende Haftung ab.

Warentransport

Für wen lohnt sich eine Warentransportversicherung?

Für jeden, der eigene Ware durch Frachtführer oder Spediteure versendet oder bezieht – vom Hersteller über den Onlinehändler bis zum Importeur. Denn Frachtführer haften nur begrenzt, in manchen Fällen gar nicht.

Die Warentransportversicherung zahlt den vollen Neu- oder Wiederbeschaffungswert, unabhängig von der Haftung des Transporteurs. Für einzelne Sendungen gibt es Einzelpolicen, für regelmäßige Sendungen Jahrespolicen mit Online-Anmeldung.

Wie wird die Prämie einer Warentransportversicherung berechnet?

Die Prämie wird meist als Promillesatz vom versicherten Warenwert berechnet und hängt von Warenart, Verpackung, Transportweg, Transportmittel und Zielland ab.

Beispiel: Ein Einzeltransport mit 7 Paletten Spezialkabel und Radartechnik, 100.000 EUR Warenwert, per LKW und Luftfracht von Deutschland nach Südafrika kostete bei ASTRAL 150,00 EUR netto als Einmalprämie. Bei Jahrespolicen werden alle Transporte gemeldet und einmal jährlich abgerechnet.

Was bedeutet subsidiärer Versicherungsschutz?

Subsidiär bedeutet, dass eine Versicherung erst leistet, wenn eine andere bestehende Versicherung nicht oder nur eingeschränkt zahlt.

Das ist sinnvoll, wenn bereits eine Deckung besteht, diese aber Lücken hat – etwa wenn der Lieferant die Ware versichert hat, die Bedingungen aber unklar sind. Die subsidiäre Warentransportversicherung springt dann für den nicht gedeckten Teil ein.

Wer muss die Ware nach den Incoterms versichern?

Nach den Incoterms 2020 ist nur bei CIF und CIP der Verkäufer verpflichtet, eine Transportversicherung für den Käufer abzuschließen – bei CIP mit umfassender Deckung (Institute Cargo Clauses A), bei CIF mit Mindestdeckung (Klausel C).

Bei allen anderen Klauseln regelt der Incoterm nur, wann die Gefahr übergeht; wer versichert, ist Verhandlungssache. Prüfen Sie beim Einkauf und Verkauf deshalb immer, ab wann Sie das Risiko tragen, und versichern Sie Ihre Ware ab diesem Zeitpunkt.

Allgemein & Recht

Ist die Frachtführerhaftpflicht eine Pflichtversicherung?

Ja – für den gewerblichen Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht (einschließlich Anhänger) schreibt § 7a GüKG eine Güterschaden-Haftpflichtversicherung vor. Die Mindestversicherungssumme beträgt 600.000 EUR je Schadenereignis.

Die Versicherungsbestätigung muss während der Fahrt im Fahrzeug mitgeführt und bei Kontrollen vorgezeigt werden. Wer ohne Versicherung fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert die Erlaubnis nach § 3 GüKG. Für Transporter bis 3,5 t besteht keine gesetzliche Pflicht – Auftraggeber verlangen die Versicherung aber fast immer vertraglich. Mehr: Frachtführerhaftpflicht.

Was kostet eine Frachtführerhaftpflicht?

Bei ASTRAL kostet die Frachtführerhaftpflicht für Stück- und Sammelgut mit 40 SZR und 300 EUR Selbstbeteiligung je Fahrzeug und Jahr (netto, zzgl. 19 % Versicherungsteuer):

FahrzeugDeutschlandEuropa inkl. CMR
bis 3,5 t Nutzlast210,00 EUR240,00 EUR
bis 15 t Nutzlast390,00 EUR435,00 EUR
über 15 t Nutzlast450,00 EUR540,00 EUR

Für Kühlgut sowie Tank- und Silotransporte mit Fahrzeugen über 15 t Nutzlast: 700,00 EUR in Deutschland, 800,00 EUR europaweit inkl. CMR.

Der Preis hängt vor allem ab von Transportgut, Fahrzeuggröße und Anzahl, Fahrtgebiet (Deutschland oder Europa), Haftungshöhe (8,33 oder 40 SZR), Güterart, Selbstbeteiligung und Schadenverlauf. Für größere LKW und Flotten kalkulieren wir individuell – oft nach Fahrzeuganzahl oder Frachtumsatz. Einen ersten Richtpreis zeigt Ihnen unser Rechner.

Was sind Sonderziehungsrechte (SZR)?

Sonderziehungsrechte (SZR, englisch SDR) sind eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds, die aus einem Korb großer Währungen (US-Dollar, Euro, Yuan, Yen, Pfund) berechnet wird. Ein SZR entspricht derzeit rund 1,20 EUR; der Kurs ändert sich täglich.

Im Transportrecht wird die Haftung des Frachtführers in SZR je Kilogramm Rohgewicht angegeben: 8,33 SZR je kg nach § 431 HGB und Art. 23 CMR – das sind rund 10 EUR/kg. Viele Auftraggeber verlangen 40 SZR je kg (rund 48 EUR/kg). Maßgeblich ist der Kurs am Tag der Übernahme des Gutes bzw. am vereinbarten Tag.

Was ist der Unterschied zwischen Frachtführer und Spediteur?

Der Frachtführer führt den Transport selbst durch (§ 407 HGB), der Spediteur organisiert ihn und beauftragt dafür Frachtführer (§ 453 HGB). Beide haften gegenüber ihrem Auftraggeber, aber auf unterschiedlicher Grundlage.

Übernimmt ein Spediteur den Transport zu einem festen Preis (Fixkostenspedition) oder fährt er selbst, haftet er wie ein Frachtführer. Viele Unternehmen sind beides – deshalb deckt eine Speditionshaftpflicht meist sowohl Speditions- als auch Frachtverträge ab.

Was ist der Unterschied zwischen Güterverkehr und Werkverkehr?

Güterkraftverkehr ist die gewerbliche Beförderung fremder Güter gegen Entgelt; Werkverkehr ist die Beförderung eigener Güter für eigene Zwecke mit eigenen Fahrzeugen und eigenem Personal (§ 1 GüKG).

Für den Güterkraftverkehr über 3,5 t brauchen Sie eine Erlaubnis und eine Pflicht-Haftpflichtversicherung. Der Werkverkehr ist erlaubnisfrei und nicht versicherungspflichtig – Ihre eigene Ware ist aber nur über eine Werkverkehrsversicherung geschützt. Auch die Kfz-Versicherung stuft beide Nutzungsarten unterschiedlich ein.

Wer braucht eine Erlaubnis für den gewerblichen Güterkraftverkehr?

Wer gewerblich Güter mit Fahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht befördert, braucht eine Erlaubnis nach § 3 GüKG oder eine EU-Gemeinschaftslizenz. Für grenzüberschreitende Transporte gilt die Lizenzpflicht seit Mai 2022 bereits für Fahrzeuge über 2,5 t.

Voraussetzungen sind persönliche Zuverlässigkeit, finanzielle Leistungsfähigkeit (Eigenkapital je Fahrzeug) und fachliche Eignung (Fachkundeprüfung bei der IHK). Die Erlaubnis beantragen Sie bei der zuständigen Verkehrsbehörde Ihres Bundeslandes. Den Nachweis der Güterschaden-Haftpflichtversicherung brauchen Sie spätestens mit Aufnahme der Tätigkeit.

Wie schnell bekomme ich eine Deckungsbestätigung für meinen Auftraggeber?

Sobald der Vertrag angenommen ist, stellt der Versicherer die Versicherungs- bzw. Deckungsbestätigung aus; wir senden sie Ihnen als PDF, damit Sie sie an Ihren Auftraggeber weitergeben können.

Wie schnell das geht, hängt vom Versicherer und von der Vollständigkeit Ihrer Angaben ab. Halten Sie bereit: Fahrzeugdaten, Art der Güter, Geltungsbereich, geforderte Haftung (z. B. 40 SZR) und – falls vorhanden – die Versicherungsanforderungen Ihres Auftraggebers.

Welche Fristen gelten, wenn ein Transportschaden gemeldet wird?

Äußerlich erkennbare Schäden muss der Empfänger bei der Ablieferung reklamieren, nicht erkennbare (verdeckte) Schäden innerhalb von 7 Tagen – nach HGB (§ 438) ebenso wie nach CMR (Art. 30). Bei Umzügen gelten 14 Tage für verdeckte Schäden.

Für die Überschreitung der Lieferfrist gilt eine Anzeigefrist von 21 Tagen. Ansprüche verjähren in der Regel nach einem Jahr, bei Vorsatz oder qualifiziertem Verschulden nach drei Jahren. Melden Sie jeden Schaden sofort Ihrem Versicherer bzw. uns – späte Meldungen gefährden den Versicherungsschutz.

Was kostet eine CMR-Versicherung?

Bei ASTRAL kostet die CMR-Versicherung für Stück- und Sammelgut ab 240,00 EUR netto im Jahr (Fahrzeug bis 3,5 t Nutzlast), 435,00 EUR bis 15 t und 540,00 EUR über 15 t Nutzlast – und zwar zusammen mit der Frachtführerhaftpflicht für Deutschland mit 40 SZR und 300 EUR Selbstbeteiligung.

Sie brauchen also keine zwei Verträge: Innerdeutsche Transporte nach HGB und grenzüberschreitende Transporte nach CMR sind in einer Police versichert. Für größere LKW, mehrere Fahrzeuge oder besondere Güter erstellen wir ein individuelles Angebot. Mehr: CMR-Versicherung.

Was kostet die Beratung durch einen Versicherungsmakler?

Eine gesonderte Vergütung für die Beratung zahlen Sie ASTRAL nicht. Als Versicherungsmakler erhalten wir für die Vermittlung eine Courtage vom Versicherer, die bereits in der Versicherungsprämie enthalten ist.

Anders als ein Versicherungsvertreter arbeiten wir im Auftrag des Kunden und sind verpflichtet, eine ausreichende Zahl von Versicherern zu vergleichen. Alle Pflichtangaben finden Sie in unserer Erstinformation.

Bekomme ich nach einer Kündigung durch den Versicherer noch eine Transportversicherung?

In vielen Fällen ja. Nach einer Kündigung oder bei schlechtem Schadenverlauf lehnen einige Versicherer neue Anträge ab – andere zeichnen das Risiko mit angepasster Prämie oder höherer Selbstbeteiligung.

Als Makler kennen wir die Annahmerichtlinien der Versicherer und können gezielt anfragen. Wichtig sind vollständige und ehrliche Angaben zum Schadenverlauf – verschwiegene Vorschäden gefährden später den Versicherungsschutz.